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Berufstätig mit Hund?

Single mit Hund?

Hund im Büro?

Fragen und Antworten!

Inhaltsverzeichnis

Hunde im Büro

Ein Hund im Büro hat Vor- und Nachteile.  Die einen sehen einen Bürohund als Ablenkung, die anderen als Stressabbaufaktor.

Schon Sigmund Freud stellte um ca. 1930 mit seiner Chow-Chow Dame „Jofie“ fest, dass ein Hund dem Stressabbau behilflich sein kann. Die Hündin näherte sich den PatientInnen, um ihnen Körperkontakt zu ermöglichen, wenn diese Anzeichen von Stress oder Depression zeigten. Genauso stellte er fest, dass Jofie durch ihre Anwesenheit eine beruhigende Wirkung auf viele seiner PatientInnen hatte. Für einige seiner PatientInnen war es sogar erst möglich in der Therapie mitzuarbeiten, wenn die Hündin anwesend war.

In Testreihen an Universitäten in Kanada und den USA wurde unter anderem durch ein Experiment das Stresslevel der Probanden gemessen, welche aus 3 Gruppen bestanden. 76 Arbeitnehmende wurden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. Gruppe eins kamen mit ihren Hunden zur Arbeit, Gruppe zwei waren ebenfalls HundehalterInnen, ließen aber ihre Hunde zu Hause. Die dritte Gruppe waren Mitarbeitende ohne Hund.

Man maß eine Woche lang 4x pro Tag den Spiegel des Stresshormons Cortisol um das Stresslevel der Probanden zu ermitteln. Die Ergebnisse analysierte man mittels einer Skala von 0 bis 100 Prozent. Das Ergebnis der Studie an sich war keine große Überraschung, doch es war unglaublich wie überaus deutlich sie ausfiel: Die Gruppen ohne Hunde lagen bei einem Stresslevel von 70 Prozent, währendem die Gruppe, die ihre Hunde mitbrachte, nur 11 Prozent aufwies.

Doch nicht nur für Arbeitnehmende bringen Bürohunde positive Vorteile. Selbständige Geschäftsleute berichten oft, dass Hunde Kundengespräche günstig fördern. Die Anwesenheit des Hundes kann ein Eisbrecher sein und eine eventuell verkrampfte Stimmung lösen. Oft redet man erst einmal über den Hund oder die Haustiere des Kunden. So entsteht eine gelockerte Atmosphäre. 

Aber was ist, wenn jemand in der Belegschaft allergisch ist oder Angst vor Hunden hat?

Grundsätzlich empfiehlt es sich immer den Kontakt zu den KollegInnen zu suchen und das Thema anzusprechen bzw. nachzufragen, ob jemand etwas dagegen hätte. Trotzdem, am Ende des Tages haben eure Vorgesetzen das letzte Wort.

Unser pawsönlicher Tipp: Suche den offenen Dialog und sprich mit deinen KollegInnen!

Do`s and Don`ts – fit für`s Büro!

Wer einen Hund ins Büro mitnehmen möchte und dafür auch die Erlaubnis bekommen hat, sollte sich einiger Grundregeln bewusstwerden und diese auch aufstellen, damit der Hund nicht zum Störfaktor wird.               

  • Hunde, die mit ins Büro kommen, müssen geimpft, gechipt und entwurmt sein
  • Alle KollegInnen sollten informiert sein. Sprich mit deinen KollegInnen über die Vorlieben und Abneigungen deines Hundes und stelle klare Regeln auf. Alle HundebesitzerInnen händeln die Themen Leckerlis, Streicheleinheiten, Spielzeiten etc. unterschiedlich. Gerade das Thema Leckerlis ist oft ein großer Streitpunkt

Unser pawsönlicher Tipp: Dein Hund darf mit Leckerlis gefüttert werden? Bringe deinen eigenen Leckerlies von zuhause mit und gib diese deinen KollegInnen wenn diese deinen Hund füttern möchten. Somit behältst du den Überblick was und wieviel dein Hund bekommt.

  • Guter Grundgehorsam deines Hundes ist das A und O. Kein Bellen, kein umherrennen, kein Anspringen etc. Manieren, Manieren, Manieren
  • Territorialverhalten, sowie ein übertriebender Beschützerinstinkt sind absolute No -Go`s!
  • Um den Mitarbeitenden gegenüber fair zu sein, sollten die Spaziergänge mit dem Hund von deiner regulären Pausenzeit abgezogen werden
  • Mach deinen Dreck selbst weg! Du hast einen Langhaarhund oder das Model „ich habe immer dreckige Pfoten“? Sei fair und mache hinter deinem Hund sauber, vermeide den Unmut deiner KollegInnen. Dazu gehört auch, dass dein Hund kein kleiner Stinker ist.
  • Mittagspause! Nicht nur du hast vielleicht Hunger, stelle sicher, dass dein Hund ausreichend Futter und Wasser zur Verfügung hat

Unser pawsönlicher Tipp: gib deinem Hund einen festen Platz entweder unter deinem Tisch oder in Sichtweite und bestehe darauf, dass dein Hund auch dortbleibt. Gleichzeitig sollte dieser Platz deinem Hund auch als Rückzugsort dienen. Wir empfehlen ein Hundebett oder je nach Vorliebe deines Hundes, eine weiche Matte. Im Sommer empfiehlt sich eine Kühlmatte.

Single mit Hund? Wohin mit deinem Liebling?

Neben der Möglichkeit den Hund zuhause zu lassen, gibt es inzwischen viele andere Optionen deinen Hund während deiner Arbeitszeit unterzubringen. Die gängigsten sind folgende:

  • Dog Walker / Ausgehservice
  • Tinder für Hunde
  • Hundekita

Manche Menschen tun sich auch zusammen und haben eine Art Wechselmodell mit ihren Hunden. Je nach Konstellation hat eine Partei den Hund für eine gewisse Zeit bzw. manche machen das auch à la: „Nehme ich deinen Hund, nimmst du meinen Hund“. Die Möglichkeiten sind da vielfältig, aber nicht für jederhund geeignet.

Dog Walker / Ausgehservice

Wir kennen das Bild des Dog Walkers oft aus amerikanischen Filmen und meistens passiert in solchen Filmmomenten irgendeine lustige Sache. Aber dennoch, ist der Dog Walker / Ausgehservice für viele HundebesitzerInnen nicht mehr wegzudenken.

Professionelle Dog Walker bieten oft verschiedene Modelle an – ob jeden Tag, jeden zweiten oder nur einmal die Woche, du entscheidest. Viele Dog Walker bieten gleichzeitig einen Abholservice an und kommen mit einem klimatisierten Van um deinen Schatz von zuhause abzuholen und spazieren zu gehen.

Unser pawsönlicher Tipp: Kontaktiere die Dog Walker die dein Wohngebiet / deinen Bezirk „betreuen“ und frage nach deren Angeboten, Möglichkeiten und Umgang mit den Hunden. Wir empfehlen außerdem zu überprüfen ob dein gewählter Hundesitter eine Lizenz hat, somit kannst du dir sicher sein, einem Profi die Leine zu überlassen.

Tinder für Hunde? Das gibt es!

Manche Menschen entscheiden sich aus diversen Gründen gegen einen professionellen Ausgehservice und bevorzugen Menschen, die keinen eigenen Hund haben.

Für diese Art des „Dog Sharings“ gibt es inzwischen in Berlin und Würzburg ein App. Patzo ist quasi Tinder für Hunde.

Man erstellt als HundebesitzerIn ein Profil für den eigenen Vierbeiner und swiped sich durch potentielle KandidatInnen die gern einen Hund ausführen oder betreuen möchten.

Bei einem Match läuft es dann wie auf jeder DatingApp. Man schreibt miteinander, lernt sich kennen und am Ende des Tages schaut man ob es zwischen den Menschen und dem Tier passt.

Wir drücken die Daumen. Ähm. Pfoten.

Hundekita

Ja, auch das gibt es.

Wer seinen Hund keinem Dog Walker oder Hundetindermatch überlassen möchte, hat auch die Möglichkeit eine Hundekita zu nutzen.

Eine Hundekita funktioniert ähnlich wie eine Kita für Kinder, Hundekitas bieten eine langfristige Halbtags- und Ganztagsbetreuung deines Hundes an. Manche bieten darüber hinaus auch Urlaubsbetreuung an.

Je nach Angebot bieten verschiedene Hundekitas unterschiedliche Dinge an wie z. B. Füttern oder Gruppenzuordnungen. Informiere dich einfach direkt bei einer Hundekita in deiner Nähe!

Wie lange kann ein Hund allein bleiben?

Manche HundebesitzerInnen entscheiden sich für die Variante den Hund zuhause zu lassen.

Ab und zu für ein paar Stunden am Tag ist dies auch nicht schlimm, jedoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass Hunde Rudeltiere sind und sich in der Anwesenheit des Rudels am Wohlsten fühlen. Wenn Mitarbeitende ihre Hunde bei z. B. einem Jobwechsel nicht mehr mitnehmen dürfen und sie alleine zuhause bleiben müssen, kann dies für den Hund äußerst schlimm sein, da es gegen das natürliche Verhalten geht, könnten Verlustängste, Stress und Einsamkeitssymptome beim Hund auftreten. Hunde haben eine tiefsitzende Ur-Angst vor dem Zurückgelassen-Werden, welche bereits im Welpenalter vorhanden ist. Würde ein Welpe in der Natur von seiner Mutter zurückgelassen werden, würde dies den sicheren Tod des Welpen bedeuten.

Es gibt auch keine festgeschriebene Regelzeit die ein Hund allein bleiben kann und muss. Jeder Hund ist anders, manche kommen sehr gut allein zurecht, andere können überhaupt nicht allein bleiben. An sich sollte ein Hund jedoch in der Lage sein mal allein zu sein, wenn Frauchen oder Herrchen einkaufen gehen oder etwas erledigen müssen.

In der Regel sagt man, dass ein erwachsener Hund nicht länger als 4 Stunden alleine bleiben sollte, wobei die Maximaldauer in Ausnähmefällen nicht mehr als 6 Stunden überschreiten sollte.

Junge Hunde sollten allein schon aus rein körperlichen Gründen nur maximal zwei Stunden alleine gelassen werden.

Unser pawsönlicher Tipp: Du hast eine Ausnahmesituation und musst deinen Hund länger allein lassen? Frage deine Nachbarn, Freunde oder Familie ob sie deinen Hund zu sich nehmen oder vielleicht kurz mit ihr / ihm rausgehen würden. Fragen kostet nichts!

Was hilft gegen Langeweile?

Wie du siehst – berufstätig, single und mit Hund ist gar nicht so schwer. Trotzdem sollte man sich immer bevor man einen Hund anschafft, ernsthaft die Frage stellen, wie der Alltag geregelt werden kann. Wer vornerein weiß, dass der Hund täglich 6-8 Stunden alleine zuhause bleiben muss, sollte sich vielleicht keinen eigenen Hund zulegen. Es gibt viele Möglichkeiten für hundelose Menschen. Tierheime bieten oft an, dass man mit den Hunden spazieren geht oder wer mehr will, der (hunde)-tindert!

Wie du deinen Hund zusätzlich rundum absichern kannst,